Häufig gestellte Fragen

 

 

1. Ist es aktuell sinnvoll, in Florida zu investieren?

Ja – allerdings mit einer angepassten Strategie. Die Zeiten von „Billigstpreisen“ wie nach 2008 sind vorbei. Florida zählt heute zu den wertstabilsten Immobilienmärkten der USA und profitiert von einem konstanten Bevölkerungszuzug. Der Fokus liegt auf nachhaltiger Wertsteigerung und stabilen Mieteinnahmen. Gleichzeitig bietet eine Investition durch den schwankenden Dollarkurs eine attraktive Möglichkeit zur Währungsdiversifikation Ihres Portfolios.

 

2. Warum sind Naples, Fort Myers und Miami besonders interessant?
Südwestflorida (SWFL) gehört zu den wachstumsstärksten Regionen der USA. Während Miami als internationales, urbanes Zentrum überzeugt, stehen Naples und Cape Coral für außergewöhnliche Lebensqualität. Trotz einer moderateren Marktentwicklung bleibt die Situation in Top-Lagen klar: begrenztes Angebot trifft auf hohe Nachfrage – ein klassischer Verkäufermarkt.

 

3. Was ist der Nutzen Ihrer Dienstleistung?
Der entscheidende Vorteil liegt im Zugang zum MLS (Multiple Listing Service). Wir analysieren und filtern aus tausenden Angeboten gezielt die Immobilien, die als Investment oder Ferienobjekt wirklich überzeugen. Gleichzeitig schützen wir Sie durch unsere Erfahrung vor typischen Risiken – etwa bei neuen Bauvorschriften nach Hurrikan Ian.

 

4. Wie gehe ich beim Kauf am effektivsten vor?
Ein strukturierter Prozess ist der Schlüssel zum Erfolg:

  • Budget klären: Barkäufer benötigen einen Kapitalnachweis (Proof of Funds).
  • Finanzierung: Falls gewünscht, sollte eine Vorabgenehmigung (Pre-Approval) eingeholt werden.
  • Gezielte Auswahl: Erstellung einer individuellen Shortlist nach Ihren Kriterien.
  • Besichtigung: Persönlich vor Ort oder effizient per 4K-Videotour und digitaler Abwicklung (DocuSign). Viele Käufe erfolgen heute vollständig remote.

5. Was bedeutet „Short Sale“ oder „Foreclosure“?
Diese Begriffe spielen heute kaum noch eine Rolle. Nach der Markterholung sind Zwangsversteigerungen selten geworden. Vorsicht bei vermeintlichen „Schnäppchen“: Oft verbergen sich dahinter Mängel oder Probleme, beispielsweise im Bereich der Flutversicherung.

 

6. Wie sind die Reiseverbindungen?
Die Anbindung ist komfortabel: Discover Airlines (ehemals Eurowings Discover) und Lufthansa bieten Direktflüge von Frankfurt und München nach Fort Myers (RSW), Miami (MIA) und Tampa (TPA). Je nach Saison liegen die Preise für die Economy Class zwischen etwa 800 € und 1.400 €.

 

7. Benötige ich einen Makler?
In Florida ist ein Makler nahezu unverzichtbar. Für Käufer ist dieser in der Regel kostenfrei, da die Provision vom Verkäufer übernommen wird. Sie profitieren von professioneller Interessenvertretung, organisierter Objektprüfung und einer sicheren Begleitung durch den US-Kaufprozess, der sich deutlich vom deutschen Notarsystem unterscheidet.

 

8. Wer zahlt die Maklergebühr?
Traditionell trägt der Verkäufer die Provision für beide Parteien. Neu seit 2024/2025: Aufgrund des sogenannten NAR Settlements ist eine schriftliche Vergütungsvereinbarung zwischen Käufer und Käufermakler erforderlich. In der Praxis übernimmt meist weiterhin der Verkäufer die Kosten – entscheidend ist jedoch die klare Regelung im Angebot.

 

9. Wie hoch sind die Kaufnebenkosten?
Bei Barzahlung liegen die Nebenkosten typischerweise bei etwa 1 % bis 2 % des Kaufpreises. Enthalten sind unter anderem Title Insurance, Recording Fees und anteilige Steuern. Bei Finanzierung erhöht sich der Aufwand durch Bankgebühren auf etwa 3 % bis 5 %. Eine Grunderwerbsteuer wie in Deutschland fällt für Käufer nicht an.

 

10. Wie läuft der Kaufprozess ab?

Der Kauf erfolgt effizient und ohne klassischen Notartermin:

  • Offer: Schriftliches Angebot inklusive Anzahlung (Escrow).
  • Inspection Period: Prüfphase (meist 7–15 Tage) mit Rücktrittsrecht bei festgestellten Mängeln.
  • Closing: Eigentumsübertragung über eine Title Company oder einen Anwalt – vollständig digital oder per Kurier, weltweit möglich.

11. Was sind die laufenden Kosten?

  • Property Tax (Grundsteuer): ca. 1,2 % bis 1,8 % des Marktwertes jährlich. Wichtig: Nach dem Kauf erfolgt häufig eine Neubewertung („Assessed Value“).
  • Versicherung: Aufgrund erhöhter Hurrikanrisiken sind die Prämien gestiegen – eine Gebäude- inklusive Flutversicherung ist unerlässlich.
  • HOA-Gebühren: In Gated Communities decken diese häufig Leistungen wie Poolservice, Sicherheitsdienste und Landschaftspflege ab.

 

12. Welche Visum-Regeln gelten?

Für deutsche Staatsbürger gilt weiterhin das ESTA-Verfahren (Aufenthalt bis zu 90 Tage).

  •  Ein Immobilienkauf begründet kein Aufenthaltsrecht.
  •  Für längere Aufenthalte (bis zu 6 Monate) ist ein B-2-Visum erforderlich.
  •  Das E-2-Visum kann für Investoren interessant sein, setzt jedoch eine aktive Geschäftstätigkeit voraus.

 

Wichtige Sicherheitshinweise

 

  • Offizielle ESTA-Seite nutzen: Antrag nur über die offizielle US-Regierungsseite stellen, z. B.:
    🔗 ESTA Antrag – cbp.gov

 

Was hat sich rechtlich am stärksten geändert?

 

1. Florida Statute 692 (SB 264):

Beim Immobilienkauf bestehen Einschränkungen für Staatsangehörige bestimmter Länder (insbesondere China sowie teilweise Russland und Iran) in der Nähe militärischer Anlagen oder kritischer Infrastruktur. Für deutsche Staatsbürger ist dies in der Regel unproblematisch, erfordert jedoch eine zusätzliche eidesstattliche Erklärung.

 

2. Versicherungsreform:

Neue gesetzliche Regelungen sollen die stark gestiegenen Versicherungskosten stabilisieren. Beim Kauf älterer Immobilien ist eine „4-Point Inspection“ inzwischen nahezu immer verpflichtend.